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>> Kommunikation

Feedback
Übungen für Einzelne
Um Feedback bitten
Bitten Sie um Feedback, wenn Sie z.B. erfahren wollen, wie die Gruppe/das Team Ihr Verhalten (z.B. in der Leitung einer Sitzung oder bei der Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe) erlebt hat. Voraussetzung ist, dass Sie bereit sind, ggf. auch ein kritisches Feedback anzuhören und anzunehmen, ohne persönlich gekränkt zu sein oder mit Gegenvorwürfen zu reagieren. Um Feedback zu bitten und dieses anzunehmen kann in Gruppen eine Vorbildfunktion haben und andere ermutigen, sich ebenfalls ein Feedback geben zu lassen. Gelegenheiten, die sich für ein Feedback anbieten, sind im Verlauf einer Zusammenarbeit z.B. das Ende einer Amtsperiode, der Abschluss eines Projekts oder eine Zwischenbilanz.
Kritisches Feedback geben
Geben Sie anderen ein Feedback, wenn Sie durch deren Verhalten verletzt wurden oder mit ihrem Verhalten unzufrieden sind. Beachten Sie dabei eine Regeln für ein konstruktives Feedback (s. „Optimales Feedback“ >download).
- Fragen Sie, ob Sie etwas rückmelden dürfen. Feedback braucht die Bereitschaft der anderen Person, es anzuhören und aufzunehmen. Unerwünschtes Feedback ist in der Regel sinnlos.
- Benennen Sie möglichst ruhig und sachlich, was Ihnen negativ aufgefallen ist, was Sie geärgert oder gestört hat.
- Bei einem kritischen Feedback darauf achten:
- von mir in der Ich-Form sprechen („Mir ging es an dieser Stelle so, dass…“, „Mich hat geärgert, dass…“)
- keine allgemeinen Aussagen, sondern möglichst konkret („Als wir beim 3. Tagesordnungspunkt über … gesprochen haben, hat mir gefehlt, dass…“)
- sachlich bleiben und sich auf das Verhalten, nicht die Person beziehen („Ich bin unzufrieden, dass einige so viel Redezeit bekommen und andere kaum zum Zug kommen.“)
- bewertende Formulierungen oder Interpretationen vermeiden (z.B. „Ich finde es unmöglich, wie Sie…!“, „Ihr wollt das ja eh am liebsten ohne mich entscheiden.“)
- Den anderen*die andere/die anderen dazu Stellung nehmen lassen ( z.B. „Kannst du das nachvollziehen?“; „Wie seht ihr das?“). Keine Diskussion daraus entstehen lassen, wer Recht hat, sondern die andere Sicht stehen lassen.
Positives Feedback
Auch für positives Feedback gibt es einige Regeln, die man beachten sollte.
- Auch positives Feedback möglichst sachlich und konkret geben (z.B. „Ich fand für die Entscheidungsfindung sehr hilfreich, dass Sie so viele Informationen zu dem Punkt … eingeholt hatten.“)
- Möglichst in der Ich-Form sprechen („Mir hat gefallen …“, „Ich fand gut, dass …“, „Für mich war …“).
- Darauf achten, dass positives Feedback nicht als „Lob“ wirkt. In Lob steckt immer ein Beziehungsgefälle (Eltern loben Kinder, Lehrer ihre Schüler, Vorgesetzte ihre Angestellten).
- Ebenso darf positives Feedback keine Schmeichelei sein oder bei anderen als eine solche empfunden werden.
Was sagt Ignatius dazu?
Die Menschen pflegen in eigenen Sachen keine guten Richter zu sein.
Brief an Francisco de Borja Juli 1549
Es ist gerecht, dass jemand in eigener Sache anderen mehr als sich selbst glaubt.
Brief an Giovanna d’Aragona, November 1552
Wie unsere Liebe irren kann, so kann es auch der Verstand in Bezug auf das, was für uns angebracht ist.
Brief an die Mitbrüder in Portugal 26.3.1553
Es ist nicht für alle angebracht, zu ermahnen.
Brief an Antonio Brandão vom 1.6.1551
Literatur
FILM: Gnade, Beschreibung >download